Amin Maalouf – Samarkand
- Titel:
- Amin Maalouf – Samarkand
- Wann:
- Do, 26. Juni 2008
- Wo:
- Galerie Arabeske - Heidelberg, Baden-Württemberg
- Kategorie:
- Literatur
Beschreibung
Titel | Samarkand | |
Genre | Roman | |
Land | Libanon | |
Vorsteller | Hanan Bismadi |
Am DIWAN, am 26. Juni 2008, stellte unser Vorstandsmitglied Hanan Bismadi den libanesichen Schriftsteller Amin Maalouf vor.
Maalouf emigrierte zu Beginn des libanesischen Bürgerkrieges 1976 nach Paris, wo er als Journalist und Schriftsteller arbeitet. Seine Romane beschäftigen sich häufig mit historischen Themen.
Sein erstes Werk, "Die Kreuzzüge aus der Sicht der Araber" (1983) ist inzwischen zum Standardwerk geworden. Das Buch ist kein Roman, sondern ein Sachbuch, das auf Recherchen in zeitgenössischen arabischen Quellen basiert, und für den europäischen Leser ein völlig neues Licht auf die damaligen Ereignisse wirft.
Der historische Romane "Leo Afrikanus" handelt von einem gelehrten Muslim, der in die Hände der Christen fällt und als Sklave an den päpstlichen Hof kommt. Die Hauptfigur des Romans ist einer historischen Person (frühes 16. Jahrhundert) entlehnt.
Weitere Werke folgen wie "Die Häfen der Levante", eine Biographie eines im Libanon geborenen Mannes armenisch-türkischer Abstammung, der nach Frankreich emigriert, sowie "Samarkand", " Der Felsen des Tanios" (Prix Gauncourt 1993), "Der Mann aus Mesopotamien" und mehrere Essays und Theaterstücke.
Maalouf selbst ist ein Reisender zwischen den Kulturen. In seinen Büchern beschäftigt er sich oft mit dem Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, Religionen und Ethnien, aber auch mit den verschiedenen Identitäten in einer Person.
In den Mittelpunkt ihrer Ausführungen hat unser Vorstandsmitglied Hanadi Bismar den Roman "Samarkand" gestellt, der die Geschichte von Omar AlKhajjam, einem bedeutenden Philosophen, Mathematiker, Astronom und Dichter des Alten Orients, erzählt.
Von seinem Leben, seiner Liebe und seinen riskanten Verstrickungen in Macht und Entstehung des "Rubaijat", "den Vierzeilern", dieser sagenhaften Handschrift, der Omar Al-Khajjam im 11. Jahrhundert seine geheimen und gefährlichen Gedanken anvertraute.
Der Roman bietet dazu einen interessanten Einblick in das politische und soziale Leben in Persien vor tausend Jahren - ein Roman mit allen Ingredienzien wie Macht, Krieg, Intrige, Terror, Liebe, Friede, Freundschaft und fremde, alte Kultur.
Veranstaltungsort
- Standort:
- Galerie Arabeske