Aktuelles

Bericht über unser Projekt "Weg Sein - Hier Sein - Teil Sein - Ganz sein" – Rhein-Neckar Zeitung, 24.10.2017

Projekt der Freunde Arabischer Kunst und Kultur: Geflüchtete Künstler erzählen ihre Geschichten

Artikel aus der Rhein-Neckar-Zeitung von Philipp Neumayr

 

 

 


 


Un Regard sur le Monde — „Ein Blick auf die Welt“ - Monodrama - Meriam Bousselmi mit Sigrid Brinkmann & Narges Hashempour

Meriam Bousselmi , Tunesien

3.12.2017 19 Uhr Karlstorbahnhof - Großer Saal, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg

Eintritt € 19.- / ermäßigt € 14.- | Freikarten, Anmeldungen & Info unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mit der Inszenierung „Ein Blick auf die Welt“ erkundet das FOUNDOU*KOLLECTIV die Dunkelheit als theatralische Form und thematisiert unsere Visionen und Träume auf die heutige Welt. In einer theatralischen Erforschung der Dunkelheit

Die temporäre, auf die Dauer von etwa 50 Minuten begrenzte Blindheit lässt uns in das Universum zweier Frauen eintauchen, die aus verschiedenen Kulturen kommen: Die eine ist Deutsche, die andere Iranerin. Beide tauschen sich in partizipatorischer Weise über ihre Sicht der Welt aus und binden das Publikum ein, um dessen Ansichten über das Leben zu erfahren. Diese partizipative Art der Dramaturgie ermöglicht die Integration des Publikums in das Storytelling. Somit wird die Aufführung durch neuen Weltansichten bereichert. Ihr Dialog kreiert eine poetische Polyphonie und ein mehrsprachiges vokales Mosaik mit Echos von überall für bis zu fünfzig im Kreis sitzende Zuhörer. Die Performance reinigt den Blick, denn sie fokussiert auf grundlegende Erfahrungen. Worte, die die Seelen miteinander verbinden, wirken in der Dunkelheit ungleich stärker. Und die Sicht stellt sich für jeden, der sich ihr aussetzt, von allein ein, wie ein Blitzschlag.

Das FOUNDOU*KOLLECTIV betrachtet Kunst als etwas menschlich Wertvolles und Lebenswichtiges. Kunst hat keine Nationalität: „In unserer Gegenwart ist es von größter Bedeutung, sich langfristig für den interkulturellen Dialog stark zu machen. Es ist notwendig, das Zusammenleben zu gestalten und es ist sinnvoll, dies gemeinsam und schöpferisch anzugehen. Das FOUNDOU*KOLLECTIV will das immaterielle kulturelle Erbe, aus dem eine jede Identität schöpft, mittels polyphoner Bühnenproduktionen wie auch Diskussionen, sichtbar machen. Unser Tun dient dem Kennenlernen fremder Weltbetrachtungen und der interkulturellen Vermittlung. Kultur hilft uns, Trennendes in Reichtum zu verwandeln.“

Gründerinnen des FOUNDOU*KOLLECTIV (2016):
Meriam Bousselmi, 1983 in Tunis geboren, Rechtsanwältin und Bühnenautorin, ist eine der aufregendsten Stimmen des jungen tunesischen Theaters. Ihre Stücke, international preisgekrönt, verhandeln Hintergründe der arabischen Revolution, den Machtmissbrauch von Diktatoren und das Leben von Männern und Frauen in Zeiten des Umbruchs.

Sigrid Brinkmann, Rundfunkmoderatorin, Rezensentin und Feature-Autorin für den Hörfunk der ARD mit Fokus auf die frankophone Literatur und das Kulturgeschehen im Nahen Osten. Sie moderiert das Kulturmagazin „Fazit“ Deutschlandradio Kultur, öffentliche Autorengespräche und Veranstaltungen wie die Deutschen Literaturtage.

Narges Hashempour, 1967 in Teheran geboren, Schauspielerin und promovierte Theaterwissenschafterin aus Iran, lebt seit 2005 in Deutschland und arbeitet als Schauspielerin, Regisseurin, Autorin, Kuratorin und Dramaturgin an verschiedenen Theatern, in Film und Hörspiel.

Meriam Bousselmi Im Unmöglichen das Mögliche zeigen –  Berliner Zeitung ©


Ramy Al-Asheq und Aref Hamza — Lesung und Gespräche

Literarischen Dialoge im Rahmen unseres Projekts „Weg sein – Hier sein – Teil sein – Ganz sein“

17.11.2017 20 Uhr – TIKK Heidelberg im Karlstorbahnhof Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg

Eintritt:  € 11.- / ermäßigt € 8.- | Freikarten  - Anmeldungen & Info unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ramy Al-Asheq ist ein syrisch-palästinensischer Lyriker, Schriftsteller und Journalist. Er wurde 1989 in Al Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren und wuchs in Damaskus auf. Ab 2011 beteiligte er sich an der Revolution in Syrien, wurde verhaftet und musste nach seiner Freilassung nach Jordanien fliehen. Dort veröffentlichte er 2014 seinen ersten Gedicht-band Walking on Dreams, Al-Ayyam Verlag. Im gleichen Jahr kam Al-Asheq mit einem Auto-renstipendium der Heinrich-Böll-Stiftung nach Deutschland. Im Dezember 2015 gründete er Ab-wab, die erste arabische Zeitung Deutschlands. Im Februar 2016 wurde er von der Al-Qattan Stiftung in Ramallah mit einem Literaturpreis ausgezeichnet. Im Herbst 2016 erschien seine ers-te Prosasammlung Since I Didn’t Die, Bayit Al-Muatan Verlag, im Frühjahr 2017 sein zweiter Gedichtband My Travel Outfit, Al-Qattan/Al-Ahlieah Verlag. „Seit ich nicht gestorben bin“ er-schien 2016 in der Anthologie Weg sein – Hier sein (Secession Verlag).

 

 

 

 

Aref Hamza ist ein preisgekrönter Lyriker und bekannter Journalist aus Hasakeh, Syrien. Er hat Rechtswissenschaften an der Universität Aleppo studiert und zahlreiche Gedichtbände in arabi-scher Sprache veröffentlicht. Einzelne Gedichte wurden u.a. ins Französische, Englische, Deut-sche, Türkische Kurdische und Spanische übersetzt. Seine Verehrung den deutschen Philoso-phen und Lyrikern gegenüber schlägt sich auch in seiner Lyrik nieder. Heute lebt er mit seiner Familie in Buchholz in der Nordheide.

 

 

 

 

 

 


Übersetzungen durch zwei renommierte Kenner arabischer Literatur:
Der deutsch-syrische Lyriker und Erzähler Suleman Taufiq übernimmt die Übersetzung und Moderation; die Texte der beiden Autorinnen sind auch von ihm ins Deutsche übersetzt worden. Der bekannte Autor und Kulturjournalist lebt seit 1971 in Deutschland und gibt als Herausgeber und Übersetzer arabischer und deutscher Literatur seit Jahrzehnten Einblicke in seine literarische und musikalische Welten. Taufiq verbindet die beiden Welten, in denen er sich bewegt und be-greift diese als ein Ort der Begegnung und der Entwicklung. Seine Texte sind auch eine Art Lie-beserklärung an die Fremde, die im Laufe der Zeit immer vertrauter wurde.


Die Autorinnen Widad Nabi und Lina Atfah – Lesung & Gespräch

Auftaktveranstaltung der literarischen Dialoge im Rahmen unseres Projekts „Weg sein – Hier sein – Teil sein – Ganz sein“

Sonntags-Matinée 17. September 2017  | 11.00 Uhr 

Eintritt:  € 11.- / ermäßigt € 8.- | Freikarten inkl. orientalischem Frühstück Anmeldungen & Info unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Veranstaltungsort: Kulturzentrum der Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V. - Galerie Arabeske | Dossenheimer Landstraße 69, 69121 Heidelberg

Deutschland Herbst 2017. Mit unserem Projekt „Weg sein - Hier sein - Teil sein - Ganz sein“ möchten wir uns gemeinsam mit allen Interessierten mit dem intensiv diskutierten Thema der Flüchtlinge im heutigen Europa und Deutschland auseinandersetzten. Dabei kommen Autorinnen und Autoren zu Wort, die ihre Heimat verlassen mußten.
„Woher kommen sie eigentlich? Wie sah ihr Alltag aus? Ihr Leben zwischen Wohnung, Arbeit, Familie, Freunden und Nachbarn? Welche Welt, welche Lieben und Sehnsüchte haben sie verlassen? Und wie schwer ist es, in der neuen Welt einen Platz zu finden mit neuen Lieben und Sehnsüchten als Orientierungspunkten? Was vermissen sie in der Sicherheit?“ schreibt der Verleger Joachim von Zepelin in seinem Vorwort der Anthologie „Weg sein - Hier sein“, in der erste Texte im Secession-Verlag von 19 Autor*Innen aus Kriegsgebieten auf Deutsch 2016 veröffentlicht wurden.

Zu unserer Auftaktveranstaltung der literarischen Dialoge am 17. September 2017 laden wir die Autorinnen Widad Nabi und Lina Atfah ein, die nicht nur über ihre persönlichen Gründe und Erfahrungen der Flucht, sondern auch über ihre Begegnungen mit dem Leben in der neuen Heimat berichten, aber vor allem Einblicke in ihre Lyrik und Gedichte geben.
„Ich koche den Kaffee, diese Arbeit beherrsche ich als Hausfrau am besten.…Wenn wir den Kaffee am Boden der Kanne umrühren, bereiten wir ihn darauf vor, von einer einfachen Welt in eine andere zu wechseln.“ (Widad Nabi)
„Sie kommen auf dem Land, dem See oder dem Luftweg….als seien Landkarten Illusionen und als sei ihr Anteil am Leben die Flucht….auch ich wurde gerettet. Hier ist das weite Land.“ (Lina Atfah)

Die kurdisch-syrische Lyrikerin Widad Nabi, 1985 in Kobani geboren, absolvierte ihr Wirtschaftsstudium in der Stadt Aleppo, mit der sie seit früher Kindheit stark verbunden ist. Ihre Bücher „Zeit fūr Liebe, Zeit fūr Krieg“ und „Syrien und die Sinnlosigkeit des Todes“ liegen auf Arabisch vor. Einige ihrer Texte wurden bereits auf Englisch (Tulips Magazine, Washington) und Französisch (Anthropologie „L’amour au temps de l’insurrection et de la guerre“, Hrsg. Maram Al-Masri, Le Temps des Cerises Verlag) publiziert, denen erste Veröffentlichungen auf Deutsch wie in den Anthologien „Weg sein – hier sein“, Secession Verlag und „Die Flügel meines schweren Herzens“ (Hrsg Khalid Al-Maaly, Manesse) folgten. Widad Nabi gehört zu den Autor*innen des literarischen Portals „Weiter Schreiben. jetzt“, das Schreibenden aus Krisen- und Kriegsgebieten die Möglichkeit des literarischen Austauschs und der Fortführung ihres literarischen Schaffens gibt. Die Autorin lebt heute in Berlin und nimmt bundesweit an zahlreichen Lesungen und Literaturgesprächen (u.a. Poesiefestival Berlin) teil.

1989 in Salamiyyah geboren, begann die syrische Dichterin Lina Atfah bereits vor ihrem Studium der arabischen Literatur in Damaskus für verschiedene Zeitungen und Kulturmagazine zu schreiben. Ihr Gedichtband „Am Rande der Befreiung“ beschäftigt sich kritisch mit sozialen und politischen Themen, durch die sie sich erneuten Repressionen aussetzte. 2006, im Alter von siebzehn Jahren, wurde sie der Gotteslästerung und der Beleidigung des Staates beschuldigt und von allen kulturellen Veranstaltungen ausgeschlossen.
„Ich wurde von einer Aktivistin zu jemandem, der wegläuft, und schließlich zu einem Flüchtling, aber ich schreibe immer noch über das Leiden und Hoffen in Syrien.“
Auch von Lina Atfah erschienen erste Texte in der deutschsprachigen Anthologie „Weg sein – hier sein“, gefolgt durch den transkulturellen Dialog bei „Weiter Schreiben. jetzt“. Über den Libanon kam Lina Atfah nach Deutschland, wo ihr Mann bereits lebte.

Suleman Taufiq (Bildnachweis Martin Schwoll)
Der deutsch-syrische Lyriker und Erzähler Suleman Taufiq übernimmt die Übersetzung und Moderation; die Texte der beiden Autorinnen sind auch von ihm ins Deutsche übersetzt worden. Der bekannte Autor und Kulturjournalist lebt seit 1971 in Deutschland und gibt als Herausgeber und Übersetzer arabischer und deutscher Literatur seit Jahrzehnten Einblicke in seine literarische und musikalische Welten. Taufiq verbindet die beiden Welten, in denen er sich bewegt und begreift diese als ein Ort der Begegnung und der Entwicklung. Seine Texte sind auch eine Art Liebeserklärung an die Fremde, die im Laufe der Zeit immer vertrauter wurde.

Weg sein – Hier sein – Teil sein – Ganz sein“ wird durch den Innovationsfond KunstKulturprojekte zur Integration und Partizipation von Flüchtlingen“ des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden- Württemberg gefördert. Weitere Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Heidelberg.
Kooperationspartner: Secession Verlag, Karlstorbahnhof Heidelberg, 3ALOG e.V. und KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V.


Samarkand al-Djabiri, Iman al-Waili und Salima Sultan Nur

Literarischen Dialoge im Rahmen unseres Projekts „Weg sein – Hier sein – Teil sein – Ganz sein“

Dichterinnen aus dem Irak - Lesung und Gespräch
schreiben:d über:leben

Übersetzung: Leila Chamma - die Veranstaltung finden in deutscher und arabischer Sprache statt. Musikbegleitung.

Samstag 14. Oktober 19 Uhr
Kulturzentrum der Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V. - Galerie Arabeske | Dossenheimer Landstraße 69, 69121 Heidelberg
Solidaritätsbeitrag 9 € / 7 € inkl. arabischen Imbiss
Info & Anmeldungen Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ich lege sämtliche Gewohnheiten ab,
die ich um deinetwillen angenommen habe.
Ich schweige nicht mehr, um dir zu gefallen,
nein, ich schweige nur noch aus Trauer.

Je changerai toutes mes habitudes
Que j’ai déjà changées pour toi,
Je ne me tairai pas comme tu le souhaites,
Je serai triste jusqu’au silence.

 (Salima Sultan Nur)

Ein Novum, und was für eines: Irakische Autorinnen publizieren ihre Gedichte und Geschichten in einer Anthologie in Bagdad. Lange war der Irak isoliert, viele Schreibende sind ins Exil gegangen. Aber was wird im Land geschrieben? Und was reflektieren Frauen, die dort schreiben?

Seit der Erstveröffentlichung des Bandes Mit den Augen von Inana 2013 in Arabisch wirbt eine Gruppe von Schriftstellerinnen für mehr Sichtbarkeit von Autorinnen in ihrer Heimat und international.

Ihre Gedichte sind ein Aufschrei gegen die patriarchale Gesellschaft, die sich in jüngster Zeit wieder verfestigt und die Freiräume von Frauen immer mehr einschränkt. 2015 erschien die Anthologie auf Deutsch, übersetzt von Leila Chammaa und Jessica Siepelmeyer; 2016 in französischer Übersetzung von Antoine Jockey.

Drei Autorinnen des Inana-Netzwerks stellen nun in Deutschland ihre Lyrik vor und berichten über das einmalige Literaturprojekt zwischen dem Irak, Deutschland und Frankreich. Die Veranstaltung gibt Einblicke in ein konfliktreiches Land und Eindrücke von der Kraft des Schreibens in Zeiten der Krise.

Eine irakisch-deutsch-französische Kooperation des Goethe-Instituts und Verlags Hans Schiler, unterstützt vom Deutsch-Französischen Fonds für Kulturprogramme in Drittstatten in Kooperation mit den Freunden Arabischer Kunst und Kultur e.V.


„Jasmin" - Monodrama — Fadi Al-Sabbagh, Syrien

Theaterstück JASMIN am 15.10.2017 (TIKK Heidelberg) muß leider wegen Krankheit entfallen

Eintritt € 19.- / ermäßigt € 14.- | Freikarten, Anmeldungen & Info unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Im Monodrama "Jasmin" läßt der syrische Regisseur und Schauspieler Fadi Al-Sabbagh das Publikum mit seinen Erinnerungen begegnen, welche sogar eigene Erinnerungen erwachen las-sen. Es durchlebt mit ihm seine Reise – seine Flucht sowie die „schwere Geburt“ seiner Emigra-tion verbunden mit Gefühlen der Schwäche, Einsamkeit und Angst sowie der großen Sehnsucht nach Heimat, den Gebräuchen und den verlassenen Menschen. Vom ehemaligen Teilsein einer großen Gemeinschaft zum Individuum nach der Wiedergeburt.
Der Protagonist wendet sich mit Fragen an das Publikum, das somit während der Aufführung aktiv in die Entwicklung seiner Wiedergeburt emotional und gedanklich partizipiert.

 

 

 

 


Galal Alahmadi und Noor Kanj — Lesung und Gespräche

Literarischen Dialoge im Rahmen unseres Projekts „Weg sein – Hier sein – Teil sein – Ganz sein“

27.10.2017 – 20 Uhr - Theaterwerkstatt Heidelberg, Klingenteichstraße 8, 69117 Heidelberg

Eintritt:  € 11.- / ermäßigt € 8.- | Freikarten - Anmeldungen & Info unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Galal Alahmadi, 1987 in Saudi-Arabien geboren und im Jemen aufgewachsen, ist einer der bekanntesten Dichter des Jemen und hat es in der arabischsprachigen Welt schon zu einigem Ruhm gebracht. 2010 gewann er den „Preis des Präsidenten“ auf lokaler, ein Jahr später dann auf nationaler Ebene. 2014 wurde er mit dem Abdulaziz-Al-Makaleh-Preis ausgezeichnet. Zu-dem hat Galal Alahmadi als Journalist und Redakteur für verschiedene arabische Zeitungen und Magazine gearbeitet. Bis September 2016 war er Literaturstipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung. Galal Alahmadi hat bislang vier Gedichtbände auf Arabisch veröffentlicht: „Ein Baum zum Be-dauern und mehr“ (2011), „Ich kann mit niemandem weinen“ (2012), „Damit der Dschungel aus meiner Brust verschwindet“ (2013) und „Die Stufen des Hauses steigen allein herab“ (2015), außerdem erschienen eine Auswahl seiner Gedichte in der Anthologie Weg sein – Hier sein (Se-cession Verlag). Im August 2017 kürte die Jury des renommierten, nach dem ägyptischen Dich-ter Mohammed Afifi Matar benannten Dichter-Wettstreit Galal al-Ahmadi zum diesjährigen Preis-träger. Der Preis wird in Kairo verliehen.

 

 

Noor Kanj ,1990 in Suweida/Syrien geboren, Studium der Informatik und Wirtschaftswissen-schaften in ihrer Heimatstadt und später auf der privaten International University for Science and Technology in Damaskus. 2014 verließ sie Syrien und zog in den Libanon. 2016 kam sie mit einem Literaturstipendium der Heinrich-Böll-Stiftung nach Deutschland. Gedichte der Lyrikerin wurden unter anderem im arabischsprachigen Sammelband „Neue Syrische Dichtung“ und der deutschsprachigen Anthologie „Weg sein – hier sein“ veröffentlicht. Noor Kanj hat für verschie-dene arabische Zeitungen und Magazine geschrieben. Ihre Lyrik inzwischen bei zahlreichen Le-sungen in Deutschland vorgestellt. Zur Zeit nimmt sie am Programm „Verschmuggel“ des Berli-ner Hauses der Poesie teil, bei dem jeweils ein deutschsprachiger und ein fremdsprachiger Lyri-ker ihre Texte gemeinsam übersetzten. Bildnachweis: Mathias Bothor