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„Gohar der Bettler“ von Albert Cossery – „Der Voltaire vom Nil“

Lesung – Ammar Braik
Freitag, 22. Juni 2018, 20 Uhr

In den armen Straßen Kairos Anfang des 20. Jahrhunderts tummelten sich die unterschiedlichsten Menschen und Charaktere. Eins jedoch haben sie gemeinsam: Ihre Armut und ihren Stolz. Sie akzeptieren nicht nur ihr Dasein, sondern entwickeln daraus eine Lebensphilosophie, die sie frei und zufrieden leben lässt.

In seinen Romanen porträtiert der ägyptisch-frankophone Schriftsteller Albert Cossery sehr humorvoll und zugleich provokativ den Kontrast zwischen Armut und Reichtum - den Mächtigen und den Machtlosen.

In „Gohar der Bettler“, kehrt die Hauptfigur , ein früherer Universitätsprofessor, kehrt seinem sozialen Milieu den Rücken, um der Heuchelei und der Verlogenheit seiner Umgebung zu entfliehen. Er entscheidet sich Bettler zu werden und sein Dasein mit den Armen,  den Haschisch Rauchenden, den Prostituierten und Allen, die nicht zu den Bevorzugten gehören, zu leben. In seinem neuen Leben entdeckt er die einfachsten Wahrheiten des Lebens und findet seine Freiheit und seinen Frieden. In einem Entzugszustand begeht er einen Mord an einer jungen Prostituierten. Die polizeiliche Untersuchung gerät hier zu einer abstrakten Nebensache. Andere Themen bestimmen den Lauf der Geschichte. Es geht um Menschenwürde, um Leidensfähigkeit, um soziale Ungerechtigkeit und um den brutalen und ungerechten Polizeiapparat, der vor allem den Reichen und Mächtigen dient und diese schützt.

Albert Cossery wurde 1913 in Kairo als Sohn einer bürgerlichen christlichen Familie aus Damiette geboren. Geprägt durch die Jahre in einer französischen Schule, begann er bereits als Zehnjähriger Romane und Gedichte auf Französisch zu schreiben. Nach Studienaufenthalten in Paris, London und in Amerika siedelte Cossery 1945 endgültig nach Paris, wo er bis zu seinem Tod ein Zimmer in dem berühmten Hotel „La Louisianne“ bewohnte, wie vor ihm Intellektuelle wie Jean-Paul Sartre und Simone Beauvoir. Zu seinen Freunden zählten u.a. Albert Camus, Alberto Giacometti und Georges Moustaki.
Albert Cossery starb 2008  im Alter von 94 Jahren in Paris

Sein avantgardistischer Schreibstil, der seinen eigenen Regeln folgte, erfuhr international große Anerkennung. „Ich kenne keinen anderen lebenden Schriftsteller, der mit solcher Schärfe und Unversöhnlichkeit das Leben der großen Mehrheit der Menschheit beschreibt. Er stellt mit einer Intensität die Abgründe der Verzweiflung, der Erniedrigung und der Resignation dar, die weder Gorki, noch Dostojewski so ausdrücken vermochten.“ Henry Miller 1962 in „Stand Still Like the Hummingbird“.


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